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Tauschringe sind vielfach auch aus dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit entstanden. Doch was nützen alle Wandelversuche, wenn unser Bildungs- und Wissenschaftssystem immer noch auf den alten Wachstumswahnsinn setzt?

Entstanden aus einer solidarischen Kaffeeinitiative beschäftigt sich der Verein Fairbindung e.V. schon seit einigen Jahren mit Bildung für eine nachhaltige Entwicklung und hat einen reichen Erfahrungsschatz. Diesen bietet der Verein auf verschiedensten Wegen an. Es werden Workshops und Seminare für Jugendliche und Erwachsene angeboten. Es gibt spezielle Angebote für Schülerinnen, für Schülerinnenunternehmen, sowie für Multiplikatorinnen.

Aus dieser vielfältigen Arbeit ist eine Methodensammlung mit dem Titel "Endlich Wachstum!" entstanden, die auf 140 Seiten weit über 100 ausgearbeitete Methoden zur Arbeit mit jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von etwa 15 bis 25 Jahren bietet. Alle Methoden sind erprobt und auf der beiliegenden CD mit den jeweiligen Arbeitsmaterialien und Kopiervorlagen ausgestattet. Die einzelnen Methoden unterscheiden sich in Ihrem Schwierigkeitsgrad. Einige sind sehr einfach durchzuführen, bei anderen sollten sich die Teamer oder Lehrer schon etwas tiefer mit der Vorbereitung der Methode beschäftigen. Zu jeder Methode gibt es eine Kurzbeschreibung, eine Ablaufbeschreibung – unterteilt nach Vorbereitung und Durchführung – und jeweils Angaben zur optimalen Gruppengröße, der veranschlagten Dauer und den benötigten Materialien. Abgerundet werden viele Sets mit Variantenvorschlägen, Tipps für die Teamer und ggfs. Möglichkeiten zur Weiterarbeit.

Das Methodenset "Endlich Wachstum!" könnt ihr direkt bei Fairbindung bestellen: https://shop.fairbindung.org/produkt/methodenset-endlich-wachstum/

Viele Tauschringe tragen den Begriff Zeit schon in Ihrem Namen: Zeitbörse, ZeitTausch-Ring, Zeit.Punkt, Zeit Tausch, Zeit Tausch Börse. Des Weiteren haben sich viele Initiativen in der Wahl Ihrer Verrechnungseinheit entweder direkt an die Zeit gekoppelt oder bieten zur Orientierung einen Umrechnungsfaktor für Zeit gegen die getauschten Waren oder Leistungen an.

Bisher wurde dieses Potential eher aus der negativen Ecke betrachtet. Ich bin arm an Geld, also nutze ich diverse Möglichkeiten, um meine Armut zu lindern. Doch mit dem Begriff Zeitwohlstand bekommt – zumindest für mich – unser aller Lieblingsthema eine neue Färbung. Ja, es schlummern riesige Zeitpotentiale in unseren Gemeinschaften. Und dieses Buch will einen kleinen Beitrag dazu leisten, diesen Schatz zu heben.

Es geht auch darum, uns mehr und mehr als Tätigkeitsgesellschaft zu begreifen und uns von dem Begriff „Arbeit“ - die heute nur noch als Erwerbsarbeit verstanden wird – zu verabschieden. Wohlgemerkt mit erhobenem Haupt und Wertschätzung für uns selbst und unsere Nachbarn.

Das Konzeptwerk Neue Ökonomie veranstaltete von Juli 2012 bis März 2013 eine Veranstaltungsserie unter dem Titel „Zeitwohlstand“.

Das daraus entstandene Buch stellt die Inhalte dieser Serie nachhaltig zur Verfügung. Ich möchte hier nur kurz einige Begriffe heraus greifen, da mit diesen neuen Wortschöpfungen schon beim Aussprechen eine neue Qualität erlebbar wird. Es ist die Rede von Nutzungsgemeinschaften, Glücksbank und Beitragen statt Tauschen.

Die Aufmachung des Buches – Bauanleitung für eine Zeitmaschine / Tipps für die zeitgerechte Nutzung des Buches – scheint mir ein wenig umständlich. Der Umfang des durch Crowdfunding finanzierten Buches steht für mich nicht im Verhältnis zum veranschlagten Preis. Da ist es wunderbar, die Freiheit zu haben, dieses Buch als kostenlosen Download zu bekommen. Und alle die sich das leisten können, mögen das Konzeptwerk herzlich gerne mit einem Kauf unterstützen.

Hier findet Ihr das Buch zum Download: https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/themen/zeitwohlstand

Konzeptwerk Neue Ökonomie (Hrsg.):
Zeitwohlstand - Wie wir anders arbeiten, nachhaltig wirtschaften und besser leben
112 Seiten, oekom verlag München, 2013
ISBN-13: 978-3-86581-476-0

Ja so sagt der Westfale manchmal, wenn er etwas Neues anfängt. Hiermit beginnen Anderst Reich und Andreas Artmann eine neue Ära des Tauschmagazins.

Uns lässt das Thema hinter dem Begriff "Tauschring" einfach nicht los. Was wollen die Menschen wirklich, wenn Sie Tauschringe gründen?

Jetzt geht es los! Ja so sagt der Westfale manchmal, wenn er etwas Neues anfängt. Hiermit beginnen Anderst Reich und ich eine neue Ära des Tauschmagazins. Uns lässt das Thema hinter dem Begriff "Tauschring" einfach nicht los.

  • Was wollen die Menschen wirklich, wenn Sie Tauschringe gründen?
  • Was hat uns persönlich an diesem Thema so fasziniert, dass wir uns schon so lange damit beschäftigen?
  • Wie können die Erfahrungen aus der Tauschringpraxis für die Zukunft nutzbringend verwandt werden?

Viele Fragen die offen geblieben sind? Fragen die vielleicht noch geklärt werden können. Viele Fragen sind aber noch gar nicht gestellt. Auch darum soll es in diesem Blog gehen.

Herzlichst

Andreas Artmann