Hallo Welt!

Jeder der schon mal einen Blog eingerichtet hat, kennt diesen Satz: Hello World!

Damit beginnt meist eine neue Geschichte, die an Menschen gerichtet ist, die einem persönlich nicht bekannt sind. Man hat das Bedürfnis der Welt, also den Menschen, etwas mitzuteilen. Natürlich glaubt man etwas Wichtiges erzählen zu können. Manchmal eher privat an eine handvoll Interessierte, manchmal aber auch an ein größeres Publikum gerichtet.

Was von beidem in diesem Fall zutrifft wird sich erst im Laufe der Zeit zeigen.

Worum geht es also in diesem Blog?

Auch wenn ich zur Zeit persönlich nicht in einem Tauschring aktiv bin, so bin ich mir mit Harr einig:

Die Zeit des Tauschens kommt erst noch.

Dabei sehe ich den Themenrahmen dieses Blog’s etwas größer. Ich habe die Tauschidee immer unter dem Begriff „Nachhaltige Ökonomie“ gefasst und möchte daher die immer zahlreich werdende Literatur zu diesem Thema ins Auge fassen. Es wird also immer wieder Rezensionen von spannenden Büchern geben.

Als Nachfolgeprojekt des Tauschmagazins, wird es natürlich auch um das Verständnis von der Idee des Tauschens gehen. Warum gab es in den 1990´ern so viele Neugründungen? Warum hat sich diese Idee bzw. die gelebte Praxis im Grunde nie wirklich auf die Gesellschaft ausgewirkt? Da gibt es noch viele ungeklärte Fragen, die durchaus auch heute noch Ihre Berechtigung haben.

Alleine die bisher angesprochene Thematik bietet eine riesige Chance Erkenntnisse zu gewinnen, die für unser aller Leben bedeutsam sein können. Doch hinter der Beschäftigung mit der speziellen Thematik der Tauschringe und damit des Tauschens allgemein, befindet sich für mich noch ein größerer, neuer Erkenntnisraum:

Welche Bedürfnisse haben die Menschen bewegt Tauschringe zu gründen?

Was oder besser Wer hat in den meisten Fällen eine grundsätzliche Veränderung der ursprünglichen Gründungsidee zu den heute gelebten Tauschpraktiken bewirkt?

Nutzen Tauschringe Geld? Oder leben Sie Nachbarschaftshilfe?

Was ist Nachbarschaftshilfe? Und wie hat Sie sich im Laufe der Geschichte verändert?

Wie unterscheiden sich Bezahlen, Tauschen und Schenken in der heutigen Zeit?

Im Laufe der Zeit werden sich sicherlich noch viele spannende Fragen ergeben. Ich freue mich darauf.

Zwei grundlegende Erkenntnisse aus 20 Jahren Tauschringforschung möchte ich diesem Blog als Widmung mit auf den Weg geben:

 

  • Es ist nicht wichtig wer die beste Theorie über, für und von unserem Leben entwickelt, sondern welche Wirkungen unsere Verhaltensweisen wirklich wirklich auf unser Leben haben.
  • Unser Leben organisiert sich nicht in oder durch Systeme, sondern durch die Menschen die handeln. Es ist also Wirkungslos wenn wir dem System die Verantwortung (gerne als Schuld betitelt) geben. Verantwortlich können nur Menschen sein. Es gilt also als Mensch wieder direkt mit anderen Menschen in Kommunikation zu gehen.

 

In diesem Sinne grüßt

Andreas Artmann

 

P.S.: Alle Ausgaben findet Ihr weiterhin im Archiv des Tauschmagazins.